Klitzekleine Bewegungen

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Ich habe letztens beim Yoga einen super interessanten Ansatz aufgeschnappt: Immer wenn du im Alltag warten musst oder mal Luft hast, kannst du mal kurz in dich reinhorchen und deine momentane Happy-Bewegung machen. Das ist eine Bewegung die dir gerade intuitiv richtig erscheint und vielleicht sogar etwas löst.

Machen wir ein Beispiel: Höchstwahrscheinlich sitzt du gerade krumm mit gerundeten Schultern verkrampft an deinem Handy und glotzt hinein, kann das sein? Erwischt! Mach dir das doch einmal kurz bewusst und wie fühlt sich das an. Vielleicht ist dir danach deine Arme in die Luft zustrecken und danach mit den Schultern zu kreisen? Merkst du einen Widerstand oder knackt es irgendwo sogar? Die Bewegung war wohl längst mal notwendig. Großartig du hast somit schon einen kleinen Moment genutzt dir etwas gutes zu tun und zwar in Form von deiner persönlichen klitzekleinen Happy-Bewegung.

Mein absoluter All-Time-Favorite ist die Routine „Beine an die Wand“. Meine real Inspo oder Obsession dafür kommt von der wunderbaren Nathalie Gleitman – ein dickes Danke geht raus 🙂  Es ist so simpel, aber macht für mich einen großen Unetrschied. Ich habe es für mich soweit optimiert und vereinfacht, dass ich es wirklich jeden Abend vor dem Einschlafen noch machen kann. Ich brauche dafür keine Yogamatte oder sonstiges Aufbauen. Mein Bett steht seitlich in geringem Abstand zur Wand  und somit brauche ich nur in meinem Schlafanzug mich mit dem Rücken auf die Matratze legen und die Beine locker an die Wand anlehnen und das für ca. Zehn Minuten halten. Meistens lege ich die Arme auch noch ausgestreckt zur jeweiligen Seite ab. Dann beginnt die Magic von alleine: Das Blut fließt nach unten und der Druck des gesamten Tages geht langsam aus den Füßen, den Waden und den Oberschenkeln –  einfach aus dem gesamten Beinen raus. Es entsapnnt zusätzlich meinen unteren Rücken und unterstützt meine Verdauung. Für mich die perfekte Entspannung meiner Problemstellen und danach kann ich auch gut einschlafen. Hast du auch eine Abendroutine oder machst sogar schon so etwas ähnliches?

Beim Yoga gibt es soooo viele Übungen und ich muss gestehen für Zuhause bleibt nicht alles so griffig hängen, wie man es noch eifrig im Kurs mitgemacht hat, aber es gibt auch eine Abfolge, die ich absolut abfeier und die für mich einfach super klasse funktioniert. Es ist eine Form des Sonnengrußes. Du stellst dich an den Anfang der Yogamatte und übersteckst dich ein wenig nach hinten, dass machen wir nämlich so am Tag eigentlich nie. Dann lässt du deinen Oberkörper nach vorne hängen und kommst immer weiter runter. Wackel dabei gerne mit den Schultern, lass die Arme baumeln und schüttel mit dem Kopf hin und her. Daraufhin wenn es dir reicht, läuftst du mit den Händen nach vorne zur Matte und kommst somit in den Vierfüßlerstand. Dann beginnt die Katze und Kuh Übung, achte dabei vorallem auf deine Atmung in Verbindung mit der Bewegung. Katze und Kuh ist denke ich ein Allgemeiner Begriff? Dann legst du dich flach auf den Bauch, verweilst da kurz und drückst dich in die Hocke und auch da hälst du die Position eine Weile. In der Hocke sitzen wir nämlich viel zu wenig, wofür unser Körper eigentich ausgerichtet ist. Zum Schluss drückst du dich aus deiner eigenen Kraft hoch in den Stand zurück und gehst mit den Armen über die Seite noch oben vor dein Herz und spürst kurz nach. Wie fühlst du dich? Ich finde es direkt befreihend, auch hier ein Danke an Nicole Friedhoff:)

Ich übe nunmal einen stehenden Beruf aus, weshalb du vielleicht auch eine ganz andere Wahrnehmung von den Übungen hast, aber ich denke bei einer sitzenden Tätigkeit können sie aufjeden Fall auch nicht schaden. Kommen wir nun zu meinem letzten Tipp für die Kategorie „Klitzekleine Bewegungen“ und zwar die Füße kreisen lassen. Ich selber habe diese Übung erst belächeln wollen, aber ganz im Gegenteil es ist ein Gamechanger. Du stellst dich hüftbreit hin und stemmst die Arme in deine Hüfte, das hilft beim Halt (ansonsten stütze dich irgendwo ab). Dann stellst du einen Fuß auf die Zehenspitzen und machst ganz langsam kreisende Bewegungen. Ich finde das zwiebelt vorallem beim großen Zeh ordentlich. Das wiederholst du dann mit dem anderen Fuß. In den Füßen müssen soviele Nervenstränge zusammenlaufen, die scheinbar über den Tag super doll verkleben ( Faszien), so fühlt es sich zumindest an und solch eine Bewegung löst das ein wenig wieder auf.

 

Also teste dich doch gerne mal aus und erkunde deine „klitzekleinen Happy-Bewegungen“ im Alltag und vielleicht entwickelst du dann sogar daraus deine eigene wohltuende Routine. Ich freu mich drauf du auch?

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